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Saisonthema: "Blesse - einfach märchenhaft"

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Krönung mit Sekt und Narrenkappe

Romy Freigang und Christian Nicklisch sind das neue Plessaer Prinzenpaar

Plessa hat ein neues Prinzenpaar. Mit Sekt, Schwert und Narrenkappe sind im „Oberen Gasthof“ in Hirschfeld die neuen Monarchen des Plessaer Karnevals gekrönt worden.

Die wertvolle Narrenkappe und die Krone der Prinzessin bekamen Christian Nicklisch (28) aus Plessa und seine Partnerin Romy Freigang (18) aus Hohenleipisch von Vorgängerprinzenpaar Susann Heinicke und Marco Tomschak überreicht. Die ersten vereinsinternen Amtshandlungen des neuen Monarchenpaares waren die Eröffnung der Kussfreiheit der 57. Saison, die Vereidigung des neuen Elferrates und die Aufnahme neuer Vereinsmitglieder aus der Probezeit.

Christian Nicklisch ist der erste Prinz in der Geschichte des Plessaer Karnevals, dessen Eltern schon einmal Prinzenpaar waren. Der studierte Landschaftsgestalter ist derzeit als Zeitsoldat in Bad Frankenhausen tätig. Die Leipziger Medizinstudentin Romy Freigang kommt aus Hohenleipisch. Mit einem dreifachen „Aliwatschi hoi, hoi hoi“ wurden ihre Lieblichkeit Romy und Prinz Christian mit dem Schwert, der Narrenkappe und der Krone zum neuen Prinzenpaar gekrönt.

Laut Vereinssatzung findet die Prinzenkrönung außerhalb von Plessa statt, seit nunmehr sechs Jahren im „Oberen Gasthof“ in Hirschfeld. Davor hatte die Zeremonie in Hohenleipisch und Kahla stattgefunden. Die ersten offiziellen Amtshandlungen des neuen Prinzenpaares vor Publikum finden am 27. Januar 2012 statt, wenn um 18.11 Uhr die Jugend unter dem Motto „Küss mich – ich bin ein Prinz“ zur ersten Abendveranstaltung geladen wird. Nach der „Generalprobe die Zweite“ am 10. Februar wird am 11. Februar um 19.11 Uhr zur Abendveranstaltung „Feuerwasser und Posaunen“ eingeladen.

Senioren und Kinder treffen sich separat am 12. und 13. Februar jeweils um 15 Uhr. Am 18. Februar ab 13 Uhr ziehen die „11 Meilensteine“ beim großen Karnevalsumzug durch Plessa.

Danach treffen sich die Weltenbummler um 18 Uhr im Kulturhaus. Am Montag, den 20. Februar, wird dann letztmals zu „Schneeweißchen und Rosenmontag“ geladen.

Quelle: LR-Online vom 01.12.2011
 
Elf Rotkäppchen locken den Wolf nach Plessa

Mit einem komplett neuen Programm konnten die Funken des Plessaer Carnevals Clubs am 11.11.11 punkten. Sie kamen als Rotkäppchen – und das gleich 11-mal. Kein Wunder, dass sich die Wölfe hierzulande wohlfühlen.



SchneewittchenAn einem denkwürdigen Tag der Karnevalsgeschichte, am Abend des 11.11.11, demonstrierte der PCC auf der Bühne des Kulturhauses eindrucksvoll, dass er die Macht übernommen hat. Sowohl bei der großen Generalprobe, als auch bei der ersten Abendveranstaltung spielten die Narren am Wochenende vor vollem Haus. Am Freitagabend gab es sogar noch Verstärkung vom Winklischen Karnevalsverein, der mit 16 Mitgliedern und dem Prinzenpaar, mit seiner Tollität Prinz Uwe I und ihrer Lieblichkeit Prinzessin Kathleen, erschienen war. Ganz ohne Prinzenpaar lief das Programm beim PCC ab. Potenzielle Kandidaten geben erst am 11.11. ihre Bewerbung ab, so Karnevalspräsident Peter Werner. Wie seit 57 Jahren üblich wurde zunächst beim Einmarsch, geführt von den Musketieren und der Saalpolizei, den Ministern bis hin zu den schönsten Beinen der Region, der Funkengarde, auf die Bühne gezogen. Die Funkengarde, deren Mädchen arbeitsbedingt über ganz Deutschland verteilt sind, hatte in den letzten Wochen ein vollkommen neues Einmarschprogramm einstudiert. Beim Tanz der 11 Rotkäppchen lief nicht nur dem Wolf das Wasser im Munde zusammen. Büttenredner Lothar Thieme und Jürgen Nicklisch nahmen als „Schneeweißchen und Hosenrot“ – dem Märchenbuch entsprungen – so manche lokale und globale Krise auf die Schippe. So wird das Bier im Kulturhaus teurer, weil die Zapfhähne Altanschließer sind. Selbst dem können die Narren eine positive Seite abringen! Die steigenden Abwasserpreise treiben die Bewohner in das Kulturhaus, weil sie hier günstig pinkeln können. Wie bei der gut besuchten Altanschließer-Versammlung war Amtsdirektor Manfred Drews zum Karnevalsauftakt im Urlaub auf Mallorca, wo er sich bei Stiefpatenonkel Jürgen Drews zum König von Blesse ausbilden lässt. Selbst Schneewittchen hat einen vergifteten Apfel aus dem Pomogarten in Döllingen erwischt. Und die wegen Geldmangels in kalten Räumen tagenden Gemeindevertreter werden zu „Blesskimos“. Klar, dass auch das Märchen von der Plessaer Ortsumfahrung, auf der schon die Wegelagerer mit ihren Blitzlichtern lauern, nicht fehlen durfte. Dreidimensional wurden die Worte der beiden Schandmäuler Schneeweißchen und Hosenrot unter dem Motto, „Wer soll noch unter den Rettungsschirm griechen“ von der Prinzengarde in griechische, italienische, spanische und irische Tänze umgesetzt. Praktisch ohne EU-Mittel und dafür mit ganz viel Handarbeit hat das Technikteam des PCC in den vergangenen vier Wochen das Bühnenbild geschaffen. Zu sehen sind die auf einem Hühnerbein stehende Amtsverwaltung als Hexenhaus, ein rosenumranktes Märchenschloss und ein Märchenbuch. Programm und Bühnenbild werden bis zur Frühjahrssaison noch ausgebaut, lässt Karnevalspräsident Peter Werner durchblicken. Weil die Bühne des Kulturhauses nun wieder häufiger genutzt wird und das Hühnerbein nicht laufen kann, mussten sowohl Hexenhaus als auch Schloss auf Räder gestellt werden, um sie bei Bedarf auf die Nebenbühne schieben zu können. Hervorgeschoben werden sie das nächste Mal am 27. Januar 2012, wenn um 18.11 Uhr die Jugend unter dem Motto „Küss mich – ich bin ein Prinz“ zur ersten Abendveranstaltung geladen ist.

Quelle: LR-Online vom 14.11.2011
 
Narren lassen die Politiker spinnen

In Plessa wurde Stroh zu Gold gesponnen. Die Narren sind wieder an der Macht.

Das war ein Vorgeschmack nach Maß: Plessas Amtsdirektor Manfred Drews und Bürgermeister Gottfried Heinicke durften in aller Öffentlichkeit mal spinnen. Und zwar Gold aus dem vielen gedroschenen Stroh, das im Amtsgebäude zusammengekehrt worden war. Derweil frohlockte Elferrats-Mitglied Lothar Thieme angelehnt an den Rumpelstilzchen-Spruch vor einer johlenden Menge: „Heute back' ich, morgen brau' ich, übermorgen mach' ich der Kanzlerin ein Kind.“

Amtsdirektor und BürgermeisterGetreu dem Motto der 57. Saison „Blesse einfach märchenhaft“ gab es diesmal auch keine Pfannkuchen, sondern Pfefferkuchen fürs Volk. Und mit der höchsten Ehre des Plessaer Carnevals Clubs – dem dreifachen Händedruck des Präsidenten – ist dann auch noch Revierpolizist Horst Hübner in den Ruhestand verabschiedet worden. Er hatte in seiner beruflichen Karriere mehr als 20 Umzüge durchs Dorf am Straßenrand mit abgesichert.

Quelle: LR-Online vom 12.11.2011
 
Frauen toben am Wühltisch

Im Kulturhaus Plessa ist in der Nacht zum Sonntag zum letzten Mal in dieser Saison der Schlachtruf „Aliwatschi hoi, hoi, hoi“ erklungen. 50 Umzugsbilder und ihre Erschaffer hatten im großen Saal des Kulturhauses Platz genommen, um die besten Werke zu küren und die Karnevalssaison fröhlich zu verabschieden.

 

Nachdem ein Computerexperte herausfand, dass das Publikum in den vergangenen Jahren im Internet nur leidlich an der Abstimmung teilgenommen hatte, fand sie in diesem Jahr mit Hilfe eines klassischen Briefkastens statt.

Die meisten Stimmen im Bereich „Publikumsliebling“ entfielen auf den herausgewachsenen Jugendclub im Plessaer Gewerbegebiet- West, „Club 2000 – Die Spilunke“. Im Bild Nummer 29 hatten die fast noch Jugendlichen unter dem Motto „Wenn die Frauen am Wühltisch toben, wird bei den Männern das Glas erhoben“ ein riesiges Tablett aus Biergläsern nachgebildet. Als Siegtrophäe gab es einen Ersatz-Oskar.

Die Fachpreise der unabhängigen und unbestechlichen Fachjury aus Umzugsexperten aus Radeburg und Plessa blieben in dieser Saison alle in Plessa.

Nancy und Benjamin Hoyer mit liebevoll gebastelten Minischuhen mit leckerem Inhalt. Einen sprichwörtlichen Durchmarsch von der Startposition auf das Siegertreppchen legte die Umzugstruppe „Niemand und Co“ hin. Mit überdimensionalen Schuhen sollte die Verbindung zwischen Fußtruppe und der Schuhabteilung eines Kaufhauses dargestellt werden.

Auf Platz zwei landete mit dem Bild Nummer 20 die Familie Feuerstein mit ihrer riesigen grünen Kaufhaus-Kakerlake. Klar, dass es als Siegpreise Speisen mit kleinen Tierchen und grün-weiße Mixgetränke gab. Platz drei belegten die Bestechlichen mit dem Umzugsbild Nummer 47 und ihrer chinesischen Invasion in den Kaufhausregalen.

Während die Besucher der Sitzung mit Sekt, Fassbier und liebevoll gebastelten Minischuhen mit leckerem Inhalt belohnt wurden, gingen die beiden Maskottchen – zwei Waldis aus der Waldstraße – mit einem gefüllten Fressnapf auch nicht leer aus.

Schließlich kündigte der Lausitzer Karnevalspräsident Peter Werner noch die Richtung des Karnevalsthemas der nächsten Saison an: Man wolle sich aufgrund der aktuellen regionalen und überregionalen politischen Ereignisse erneut fröhlich zum Thema „Märchen“ zusammenfinden.

 
Fotos der 56. Karnevalssaison
 
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13.02.2010 - Umzug - Fotos: Veit Rösler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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