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Im Kulturhaus Plessa ist in der Nacht zum Sonntag zum letzten Mal in dieser Saison der Schlachtruf „Aliwatschi hoi, hoi, hoi“ erklungen. 50 Umzugsbilder und ihre Erschaffer hatten im großen Saal des Kulturhauses Platz genommen, um die besten Werke zu küren und die Karnevalssaison fröhlich zu verabschieden.
Nachdem ein Computerexperte herausfand, dass das Publikum in den vergangenen Jahren im Internet nur leidlich an der Abstimmung teilgenommen hatte, fand sie in diesem Jahr mit Hilfe eines klassischen Briefkastens statt.
Die meisten Stimmen im Bereich „Publikumsliebling“ entfielen auf den herausgewachsenen Jugendclub im Plessaer Gewerbegebiet- West, „Club 2000 – Die Spilunke“. Im Bild Nummer 29 hatten die fast noch Jugendlichen unter dem Motto „Wenn die Frauen am Wühltisch toben, wird bei den Männern das Glas erhoben“ ein riesiges Tablett aus Biergläsern nachgebildet. Als Siegtrophäe gab es einen Ersatz-Oskar.
Die Fachpreise der unabhängigen und unbestechlichen Fachjury aus Umzugsexperten aus Radeburg und Plessa blieben in dieser Saison alle in Plessa.
Einen sprichwörtlichen Durchmarsch von der Startposition auf das Siegertreppchen legte die Umzugstruppe „Niemand und Co“ hin. Mit überdimensionalen Schuhen sollte die Verbindung zwischen Fußtruppe und der Schuhabteilung eines Kaufhauses dargestellt werden.
Auf Platz zwei landete mit dem Bild Nummer 20 die Familie Feuerstein mit ihrer riesigen grünen Kaufhaus-Kakerlake. Klar, dass es als Siegpreise Speisen mit kleinen Tierchen und grün-weiße Mixgetränke gab. Platz drei belegten die Bestechlichen mit dem Umzugsbild Nummer 47 und ihrer chinesischen Invasion in den Kaufhausregalen.
Während die Besucher der Sitzung mit Sekt, Fassbier und liebevoll gebastelten Minischuhen mit leckerem Inhalt belohnt wurden, gingen die beiden Maskottchen – zwei Waldis aus der Waldstraße – mit einem gefüllten Fressnapf auch nicht leer aus.
Schließlich kündigte der Lausitzer Karnevalspräsident Peter Werner noch die Richtung des Karnevalsthemas der nächsten Saison an: Man wolle sich aufgrund der aktuellen regionalen und überregionalen politischen Ereignisse erneut fröhlich zum Thema „Märchen“ zusammenfinden.
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